ORLANDO, MY POLITICAL BIOGRAPHY

MQ Hof 8

MQ Arena21

Eintritt frei

FR 2023 | R: Paul B. Preciado | Dokumentarfilm | 98min. | OmdU
Mit: Oscar Miller, Janis Sahraoui, Liz Christin, Elios Levy, Victor Marzouk u.a.

Regie | Buch: Paul B. Preciado
Kamera: Victor Zebo
Schnitt: Yotam Ben David
Ton: Arno Ledoux
Musik: Clara Deshayes
Kostüme: Thomas Goudou, Caroline Spieth
Produzent*innen: Yaël Fogiel, Laetitia Gonzalez, Annie Ohayon-Dekel, Farid Rezkhallah

Seit fast einem Jahrhundert inspiriert Virginia Woolfs  „Orlando“ seine Leser*innen: Die Geschichte einer Figur, die über mehrere Jahrhunderte hinweg lebt und dabei nicht nur Orte, sondern auch Gender und Geshlecht wechselt. Knapp 100 Jahre nach dem Erscheinen von Woolfs Roman, der heute als queerer Schlüsseltext gilt, schreibt Paul B. Preciado einen filmischen Brief an Woolf und ruft ihr zu: Deine Figur ist wahr geworden, die Welt ist heute voller Orlandos!

Der akademische Virtuose, Transaktivist und nun zum Filmemacher gewordene Paul B. Preciado gestaltet mit Orlando, meine politische Biografie, einen persönlichen Essay-Film, eine historische Analyse und ein soziales Manifest. Für seinen Film lud er über zwanzig trans und nicht-binäre Personen ein, die Rolle von “Orlando” zu übernehmen und an dieser gemeinsamen Biografie teilzuhaben. Zusammen  interpretieren sie den Roman und verweben Woolfs Erzählung mit ihren eigenen Geschichten von Transition und Identitätsbildung.

Paul B. Preciado ist ein spanischer Queer-Theorektiker. Er studierte an der New School for Social Research in New York unter anderem bei Agnes Heller und Jacques Derrida und erwarb seinen Doktortitel in Philosophie und Theorie der Architektur an der Princeton University in New Jersey.
Bekannt ist er für seine Publikationen im Bereich der Gender- und Queer-Theorie (Kontrasexuelles Manifest, Pornotopia. Architektur, Sexualität und Multimedia im “Playboy”, u.a.) und wurde dafür unter anderem mit dem Prix Sade in Frankreich ausgezeichnet.