LA MORT VIENDRA

MQ Hof 8

MQ Arena21

Eintritt frei

DE, LU, BE 2024 | R: Christoph Hochhäusler | Spielfilm | 101min. | OmdU
Mit: Sophie Verbeeck, Louis-Do de Lencquesaing, Marc Limpach

Buch: Christoph Hochhäusler, Ulrich Peltzer
Kamera: Reinhold Vorschneider
Schnitt: Stefan Stabenow
Musik: Nigji Sanges
Ton: Marc Thill
Produzentin: Bettina Brokemper
Produktion: Heimatfilm GmbH & Co. KG, Amour Fou Luxembourg, Tarantula Belgique

Ein Kurier wird in Luxemburg festgenommen. In seinem Auto, im Rahmen eines historischen Gemäldes verborgen: dicke Geldbündel – stumme Zeugen eines weit verzweigten kriminellen Netzwerks. In eben dieses wird das Publikum in Christoph Hochhäuslers siebten Spielfilm La Mort Viendra ohne Vorwarnung hineingestoßen. Zunächst herrscht Desorientierung: zu viele Namen, zu viele Informationen, die ungebremst auf uns einprasseln. Aber wir dürfen dem erfahrenen Regisseur vertrauen; wer sich auf die außergewöhnliche Erzählweise einlässt, wird mit Momenten intensiver Klarheit belohnt. Immer wieder blitzen Szenen auf, die im Chaos der organisierten Kriminalität innehalten lassen: eine plötzlich so warm wirkende Annäherung im Club, dann wieder ein Gewaltakt, der buchstäblich an die Gurgel geht. Anhalten können wir uns außerdem bei der Auftragsmörderin Tez, die der verantwortlichen Person der ganzen Misere den Garaus machen soll. La Mort Viendra ist ein unterkühlter und stylischer Euro-Thriller, der Assoziationen zum Kino Jean-Pierre Melvilles aufkommen lässt. Nur wird der melvillesche Lone Wolf hier nicht von Alain Delon, sondern von der fantastischen Sophie Verbeeck verkörpert.

Christoph Hochhäusler sorgte zuletzt mit Bis ans Ende der Nacht für Aufsehen – ein Film mit doppeltem Österreich-Bezug: Zum einen durch die in Wien lebende Hauptdarstellerin Thea Ehre, zum anderen war er Anlass für die ihm gewidmete Retrospektive auf der Diagonale 2024. Mit La Mort Viendra legt Hochhäusler seinen siebten Langfilm vor – und erstmals drehte er dafür außerhalb Deutschlands.